Tag 11 - Rund um den Mückensee
Gut versorgt zum Frühstück, wie immer vom Wohlfühlteam, ging es bei schönstem Sonnenschein zu den nächsten Islandabenteuern.
Erste Anlaufstelle war der Goðafoss, der Wasserfall der Götter. Er wurde schon von vielen Touristen belagert.
Der zweite Wasserfall war der Dettifoss. Er ist der kraftvollste, was den Transport von Wassermassen betrifft. Was ungewöhnlich war, dass das Wasser fast schwarz erschien, kam ja sein Wasser von den Lavafeldern. Er hat uns sehr beeindruckt.
Der nächste Hot Spot waren schwefelhaltige Schlammlöcher, verteilt über einen großen Berghang. Hier wurde einmal Schwefel abgebaut, welcher zur Herstellung von Schießpulver exportiert wurde. Überbleibsel dieses Abbaus waren diese blaugefärbten, stinkenden, dampfenden und blubbernden Schlammlöchert.
Dimmuborgir wurde als nächstes angefahren. Ist ein Lavafeld mit bizarren Felsformationen, die auch aufgrund ihres Aussehens Bezeichnungen hatten, wie Weihnachtsmannstuhl oder Kirche. Die Kirche konnte man als solche erkennen. Sie hatte ein Eingangsportal, geformt wie am Erfurter Dom. Es gab auch Emporen, die die Lava gebildet hatte. Der Weihnachtsmannstuhl war eine Höhle, die man als "Gruselkabinett" bezeichnen konnte. Felle von Schafen, künstliche Knochen, Kochgeschirr, usw.!
Auf einem Felsen wurde eine Kaffeepause eingelegt, aber ohne Kaffee, der war noch im Auto. Interessant wurde dieses Lavafeld durch seinen Pflanzenbewuchs. Birken, die arktische Weide, die bei guten klimatischen Bedingungen auch etwas höher wurde und in der Sonne silbrig leuchtete. Heidekraut, Preiselbeersträucher mit grünen Früchten, Moosbeeren mit kleinen blauen Kugel, ich habe sie gekostet, sie schmecken säuerlich bis bitter. Nun warten alle darauf, dass ich nach ihrem Genuss Kohletabletten essen muss, aber sie waren genießbar. Olivia und Dorothee fanden ein Schaltuch voll Pilze, die am Abend vorbereitet wurden. Dem Himmel sei Dank, sie hatte Roland ("unabsichtlich") mit Glasscherben eines zerbrochenen Glases dem Mülleimer preisgegeben. Ich denke, da hätte die vorhandene Kohle nicht genügt.
Der Vulkankrater Hverfjall lockte mit einem Aufstieg. Es war ein tolles Erlebnis in den Schlund des Vulkans hineinzuschauen. Wann sieht man als "Ottonormalverbraucher" schon so ein Bild. Deshalb habe ich als ältere Dame den Aufstieg auch in Angriff genommen. Die Jugend stürmte voran, der Herr Schwiegersohn heftete sich an meine Fersen. Ich schickt ihn aber auch zu der Jugend, damit er mein Keuchen nicht hören sollte. Natürlich verkündete er ganz laut seinen Nachkommen, dass Oma japst wie ein Elefant. Ich habe es aber trotzdem geschafft und wir sind alle mit einem wunderschönen Blick in und vom Berg belohnt worden.
Die Mývatn-Therme, ein Schwefelbad war dann unser letztes Abenteuer. Ein Schwefelbad mit ca. 40 Grad baute unsere etwas gebeutelten Körper wieder etwas auf. Olivia fuhr uns zu unserem wohlverdienten warmen Abendbrot mit Restkartoffelbrei, Pommes und Mischsalat. Einen Hopfentee gab es zur Stärkung noch als Nachtisch.
Barbara Gottmannshausen







