23
Jul
2018
11:45 AM

Tag 3 - Geysir und Gullfoss

Unser zweiter Ausflugstag führte uns zum Geysir. Auch diesmal hatte Franziska die Reiseroute geschickt zusammengestellt und zwar so geschickt, dass wir auf unserem Weg mehrere Hot Spots besuchen konnten. Olivia übernahm dieses Mal den Fahrdienst, damit Eric sich entspannen konnte.

Gekonnt kutschte uns Olivia zu unserem ersten Halt. Es war der Bischofssitz von Skálholt. Die Geschichte dieser Kirche geht bis in das Jahr 1000 zurück. Im Museum besichtigten wir den Sarg eines Bischofs, der bei Ausgrabungen auf dem Kirchengelände entdeckt wurde.

Nun ging es weiter zum Geysir. Auf dem ganzen Gelände, auf dem sich der Geysir befindet, treten dampfend Wasserschwaden aus der Erde. Der Geysir erhebt sich ca. alle acht Minuten aus der Tiefe der Erde und stößt mit starkem Zischen in die Luft. Es ist ein imposantes Schauspiel, welches viele hundert Besucher bestaunen und natürlich fotografieren. Obwohl beim Ausbruch des Geysirs viele heiße und schwefelhaltige Dämpfe entweichen, ist hier die Flora sehr vielfältig. Thymian, Butterblumen, Storchschnabel und noch andere Pflanzen erfreuen die Besucher des Geysirs.

Nach einem kleinen Picknick brachte uns Olivia nun zum Wasserfall Gullfoss. Der erste Wasserfall, den wir gestern besuchten, hatte uns schon beeindruckt, aber der Gullfoss ließ uns noch mehr erstaunen. Er besteht eigentlich aus zwei Fällen. Der obere stürzt 11 Meter in die Tiefe und der zweite 21 Meter in eine gewaltige Schlucht. Eine Sage besagt, dass er seinen Namen (Goldener Fall) daher hat, weil beim Schein der Abendsonne sein Wasser golden glänzt. Eine andere Geschichte weiß zu erzählen, dass ein reicher Bauer, der in der Nähe des Wasserfalls lebte, sein Gold nicht vererben wollte und es lieber in die Fluten des Falles schüttete. Bei unserem Besuch verschönerte noch ein Regenbogen den Eindruck des gewaltigen Wasserfalles. Felsformationen vulkanischen Ursprunges und blühende Wiesen umspielten die Fluten der gewaltigen und schäumenden Wassermassen. Wir kletterten noch hoch auf das Plateau, um uns noch einmal an diesem Naturschauspiel zu erfreuen.

Nach einer kurzen Kaffeepause machten wir uns auf den Rückweg. Vom Auto aus bemerkten wir kleine und mittlere Farmen. Auf den Ländereien lagerten viele eingehauste Heuballen. Sie dienen den Schafen, Pferden und Kühen als Futter für die langen Wintermonate. Ein wenig traurig stimmte uns aber der Anblick von verlassenen Farmen, die dem Verfall preisgegeben wurden.

Noch ein kleines Highlight bekamen wir aber dann doch noch zu sehen. Der Wasserfall Faxi konnte aber nicht ausgiebig bewundert werden, da es anfing stark zu regnen.

Als wir den Bergrücken Ingólfsfjall erblickten, wussten wir, dass unser Ferienhaus nicht mehr weit weg war. Mächtige Felsbrocken an den Bergwänden und in der Ebene zeugen davon, wie im Inneren der Erde Islands seit Jahrhunderten Bewegung ist.

Nun mussten noch Obst, Gemüse und Brot in der Kaufhalle Bónus eingekauft werden, damit in der Regie von Dorothee und Roland ein schmackhaftes Abendbrot hergerichtet werden konnte.

Barbara Gottmannshausen



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